Wolfgang Butzkamm:

JETZT K0MMT DIE TAGESSCHAU.

Wie man einen Dialog einstudiert.



Zusammenfassung

Angenommen, Sie haben einen kurzen Dialog, der viele neue Wörter und Wendungen enthält. Die Schüler sollen diesen Dialog auswendig lernen und mit verteilten Rollen spielen können, wobei sie den natürlichen Sprechfluß wahren. Dieses Können ist eine wichtige Vorstufe zu dem Ziel, die im Dialog enthaltenen Redemittel im Gespräch frei verwenden zu können, denn ohne sichere Reproduktion gibt es unter schulischen Bedingungen keine freie Produktion. Hier wird gezeigt, wie dieses Zwischenziel sicher und schnell erreicht wird. Die dabei verwendeten Arbeitstechniken wurden langjährig erprobt und in statistisch kontrollierten Experimenten überprüft.


Lehrziel und Lehrtext

Als Beispieltext diene der Dialog "Jetzt kommt die Tagesschau". Zu dem Dialog gibt es einen Bildstreifen nach Art audiovisueller Lehrwerke. Die Schüler erkennen die Situation noch schneller und behalten die den Bildern zugeordneten Sätze noch besser.

Gerd steht vor dem Fernseher. Bert sitzt im Sessel.
Gerd: Ich möchte gern den Film im ersten Programm sehn.
Bert: Bitte nicht umschalten. Ich war zuerst hier.
Gerd: Klar, du sitzt schon zwei Stunden vor dem Fernseher.
Bert: Das war doch Schulfernsehen im Dritten.
Gerd: Ist doch egal!
Vater: Sieben Uhr, Jungens! Jetzt kommen die Nachrichten im Zweiten.
Gerd: Das ist unfair!
Bert: Das ist gemein!

Das oben definierte Lehrziel ist nur ein Zwischenziel. Das Endziel muß sein, daß die Schüler die im Dialog enthaltenen Wörter und Wendungen frei in eigenen Gesprächsbeiträgen verwenden können.

Der Text soll hier mit anglophonen Schülern erarbeitet werden. Ich selbst habe ihn in einer Sekundarschule im australischen Newcastle erprobt. Mein Ziel war, den Text so einzuüben, daß die Schüler ihn flüssig, im natürlichen Tonfall und mit passender Mimik und Gestik frei spielen konnten. Wo die Schüler dies können, erwerben sie eine elementare Sicherheit, die ihnen das Gefühl gibt, ein Stück Sprache wirklich zu beherrschen.

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1. Hauptschritt: Die Dodson-Technik

Lehrer erläutert: Heute üben wir ein neues Stück ein. Es heißt: Jetzt kommt die Tagesschau. Die Tagesschau ist ein Programm im Fernsehen, ein Programm, das immer wiederkommt, also ein Nachrichtenprogramm. Wer kann den Titel wörtlich übersetzen? - Richtig: Now comes the news.
Lehrer spricht vor: Jetzt kommt die Tagesschau.
Lehrer gibt Zeichen zum Nachsprechen, im Chor und einzeln. Er zeigt auf die Schüler und ruft sie nicht namentlich auf. Denn Vor- und Nachsprechen sollen unmittelbar aufeinander folgen. Das Dazwischentreten des Namens würde den Hör-Sprech-Rhythmus nur stören.
Lehrer erläutert: Schaut euch Bild eins an. Gerd steht vor dem Fernseher und ist dabei, ihn anzuschalten, auszuschalten oder umzuschalten.
Lehrer spricht vor:Ich möchte gern den Film im ersten Programm sehen.
Lehrer übersetzt: I'd like to see the film on Channel 1.
Lehrer spricht erneut vor:Ich möchte gern den Film im ersten Programm sehen.
Lehrer läßt nachsprechen.

Natürlich gibt der Lehrer die Übersetzung nur dann, wenn er bei den Schülern Verstehensschwierigkeiten vermutet. Beim ersten Nachsprechen wird also eine Äußerung oder ein Äußerungsteil zweimal vorgesprochen. Dazwischen tritt die Übersetzung, eventuell mit Varianten (Sandwich-Verfahren). Da die Schüler direkt auf den deutschen Satz reagieren, gibt es keine Interferenzen von der Muttersprache her.

Lehrer erläutert: Aber Bert, sein Bruder, protestiert. Er sagt:
Lehrer spricht vor: Bitte nicht umschalten.
Lehrer übersetzt: Please don't switch over.
Lehrer spricht erneut vor: Bitte nicht umschalten.
Lehrer läßt nachsprechen.
Ebenso:
Ich war zuerst hier.
I was here first.
Ich war zuerst hier. (Läßt nachsprechen)

Vielleicht an dieser Stelle, vielleicht aber auch bei einem weiteren Durchgang an der gleichen Stelle macht der Lehrer auf den Unterschied zwischen beiden Sprachen aufmerksam und hält an der Tafel fest:

Ich war zuerst hier: Zeit vor Ort
I was here first: Ort vor Zeit

Auch der nächste Satz enthält Ort- und Zeitangabe in der für die Sprachen typischen Reihenfolge.

Lehrer erläutert und spielt vor: Und jetzt kommen wir zum zweiten Bild. Die beiden Brüder streiten sich. Gerd hat die Hände in die Seiten gestemmt und beugt sich nach vor. Das sieht aggressiv aus.
Lehrer spricht vor: Klar, du sitzt schon zwei Stunden vor dem Fernseher.
Lehrer übersetzt:You've been sitting in front of the TV for two hours.
Lehrer spricht erneut vor: Klar, du sitzt schon zwei Stunden vor dem Fernseher.

Der Lehrer kann diesen langen Satz in Teilen nachsprechen lassen, und zwar kann er ihn vom Satzende her aufbauen:

vor dem Fernseher
schon zwei Stunden vor dem Fernseher
du sitzt schon zwei Stunden vor dem Fernseher
Klar, du sitzt schon zwei Stunden vor dem Fernseher

Es kommt darauf an, daß die Schüler diesen Satz, ohne anzuecken und zu stolpern, im natürlichen Tonfall, mit passender Mimik und Gestik, flüssig nachsprechen können! Deshalb muß er bei seiner Vorgabe selbst Stimme und Körpersprache passend einsetzen. Dann braucht er sich auch bei seinen Schülern nicht mit weniger zufrieden geben. Hier, bei der Einübung von Basisdialogen, kommt es auf Perfektion an.

Lehrer spricht vor: Ist doch egal!
Lehrer übersetzt: That makes no difference. That doesn't matter.
Lehrer erläutert: Dem Wort "egal" entspricht im Englischen das Wort "equal", das heißt "gleich", "gleichartig". Dazu gehört auch das Wort egalitarian, deutsch: egalitär. Statt "ist doch egal" kann man im Deutschen auch sagen "das ist mir gleich". Der Deutsche sagt also wörtlich "that's equal". Im Englischen heißt es ähnlich: "That makes no difference" oder auch ganz anders: "Who cares". Beachtet den Unterschied in der Wortbetonung, im Wortakzent. Die Deutschen betonen die zweite Silbe, weil das Wort aus dem Französischen entlehnt worden ist. Also sprecht mal nach: equal - egal! (Kontrastierendes Nachsprechen; man kann den Unterschied auch mit dem Körper verdeutlichen: zweimal mit dem Körper wippen, auf der betonten Silbe tiefer durchwippen. Oder zweimal - unterschiedlich laut - in die Hände klatschen).
Lehrer spricht erneut vor: Ist doch egal!
Schüler sprechen nach.

Hier ist dreierlei zu beachten. Zunächst geht es um das Prinzip der Anknüpfung. Jedes neue Wort muß so weit wie möglich und so vielfältig wie möglich an schon Bekanntes angebunden werden, und zwar an muttersprachlich wie fremdsprachlich Bekanntes. Die geistige Welt des Schülers ist muttersprachlich geprägt. Um das Behalten zu fördern, ist das Neue somit auch mit möglichst vielen muttersprachlichen Begriffen zu vernetzen, deshalb auch die Erwähnunf von "egalitarian". Bei der Äußerung "Ist doch egal" geben wir deshalb neben der sinngetreuen noch eine zusätzliche wörtliche, die die Verwandtschaft zwischen den Sprachen aufzeigt. "Egal" wird also als Kognat von "equal" vorgestellt, auch wenn diese Übersetzung hier nicht paßt.

Ein weiterer Punkt: Der Lehrer gibt manchmal mehrere Übersetzungen zugleich. Übersetzungen sind ja meist Annäherungen an das Original. Der Lehrer kann deshalb auch mehrere gleichwertige Übersetzungen vorgeben. Besser noch: Er fragt die Schüler, ob sie noch andere, bessere Übersetzungen anbieten können

Schließlich ist der unterschiedliche Wortakzent zu beachten, der zu Interferenzen führen kann. Dem beugt der Lehrer hier vor, indem er auf das Problem hinweist und kontrastierend nachsprechen läßt.

Wie wird der gedruckte Text benutzt?
Wir haben gesehen, daß die Schüler von Anfang an die Bilder mitbenutzen. Das gleiche gilt für den gedruckten Text daneben. Dabei ist es wichtig, daß die Schüler ihn auf die richtige Weise benutzen. Sie haben den Text mit den Bildern vor sich liegen. Wenn sie nicht richtig zuhören und stattdessen ablesen, kommt es natürlich zur Aussprache nach dem Schriftbild, was unbedingt zu vermeiden ist und auch vermieden werden kann. Dies gilt es, den Schülern klarzumachen: "Ihr müßt in erster Linie hinhören, und wenn ihr nachsprecht, noch den Klang im Ohr haben. Ihr dürft quasi nur nebenbei oder zwischendurch auf den Text schauen, und wer es gar nicht will, braucht es auch nicht zu tun. Die Hauptsache ist, genau hinzuhören und auf mich, auf meinen Mund und meine Lippen zu schauen." Bricht der Schüler beim Nachsprechen ab, weil die Hörspur verblaßt ist und versucht dann, vom Text abzulesen, kann der Lehrer den Satz noch einmal vorsprechen. Ein kurzer Blick auf den Text braucht aber nicht zum Ablesen führen, sondern kann die Hörspur wieder auffrischen und fehlerfreies Nachsprechen bewirken. Das hört sich komplizierter an, als es in Wirklichkeit ist.

Dieser erste Textdurchgang ist der schwierigste, weil dreierlei zu leisten ist: Kontexteinbettung - der Lehrer erzählt mit Hilfe der Bilder eine kleine Geschichte; Semantisierung und Phonetisierung. Der Lehrer kann den Schülern entscheidend helfen, indem er den Text selbst so lebendig wie möglich vorspricht und dabei mimisch und gestisch untermalt. Die Schüler sollen ja am Ende der Übungsreihe den Text nicht nur sprechen, sondern wirklich spielen können.

Eine zentrale Arbeitsform für den Anfangsunterricht: die Dodson-Technik

  • Mündlichkeit: Einsatz von Stimme, Gestik, Mimik, Körperhaltung
  • Muttersprachliche Mitteilungsäquivalente statt Vokabelgleichungen
  • Prinzip des Doppelverstehens: muttersprachliche Spiegelung, wenn nötig
  • Sandwichverfahren zur Vermeidung von Interferenzen
  • Prinzip der Anknüpfung: Vernetzung mit der geistigen Welt und andere Sprachen der Schüler
  • Bild und Schriftbild als Stütze
  • Schüler schlagen selbsttätig eigene Übersetzungen vor

Diese potente Mischung von Faktoren garantiert sofortiges Verstehen neuer Texte und unmittelbares Einfühlen in die Sprechsituation. Den Schülern wird die Reprodultion neuer Texte denkbar leicht gemacht.

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2. Festigung: Weitere Textdurchgänge

Bevor die Schüler den Text spielen können, müssen sie ihn noch mehrmals durchgehen, aber jeweils auf andere Weise, so daß keine Langeweile entsteht. Längst nicht alle, im folgenden dargestellten Lehrschritte sind nötig. Der Lehrer wählt also aus ihnen nach Bedarf aus. Allerdings sollte das Rückübersetzen (2.6) sowie das Einüben in Gruppen nie fehlen. In den ersten vier Schritten, die jetzt folgen. können sich die Schüler entspannen, sie brauchen die Sätze selbst nicht nachsprechen. Die Übungen schreiten fort vom rezeptiven Wiedererkennen über unterschiedlich gesteuertes Abrufen der Sätze bis zur Einzel- und Gruppenarbeit, in der der Lehrer seine bis dahin dominante Rolle zurücknimmt.

Wiedererkennen

2.1
Lehrer: Dreht euer Blatt um. Der Text ist jetzt nicht mehr sichtbar. Ich lese euch das Stück noch einmal vor. Ihr könnt euch dabei entspannen und die Augen schließen. Seid jetzt ganz ruhig!
2.2
Lehrer: Ich beschreibe euch jetzt ein Bild oder einen Teil des Bildes, und ihr sagt mir die Bildnummer. Versucht, das Bild mit eurem inneren Auge zu sehen. Man sieht einen Fernsehschirm und darauf eine große Uhr. Der Uhrzeiger zeigt genau auf sieben Uhr.
Schüler: Bild 3.
Lehrer: Man sieht Gerd, der die Hände in die Seiten stemmt.
Schüler: Bild 2.
Lehrer: Man sieht einen Mann mit Krawatte. Er trägt eine Krawatte / einen Schlips.
Schüler: Bild 3
2.3
Lehrer: Ich sage euch jetzt Sätze aus dem Text, und ihr nennt mir den, der diesen Satz sagt, und ihr sagt mir auch die Bildnummer.
Lehrer: Das ist unfair.
Schüler : Gerd, in Bild 3.
2.4
Lehrer: Ich lese euch jetzt Sätze oder Satzteile aus dem Text vor. Manchmal verändere ich die Sätze etwas. Manchmal sage ich auch einen Satz, der überhaupt nicht im Text vorkommt. Wenn ich genau den Satz des Textes spreche, antwortet ihr mit "richtig". Wenn ich den Satz verändere, sagt ihr "falsch". Wenn ich einen ganz neuen Satz sage, der überhaupt nicht zum Text gehört, sagt ihr: "Kommt nicht vor".
Lehrer: Ich möchte gern den Film im zweiten Programm sehen.
Schüler: Falsch.
Lehrer: Möchtest du gern den Film im ersten Programm sehen?
Schüler: Falsch.
Lehrer: Heute gibt's Bratkartoffeln.
Schüler: Kommt nicht vor.

 
Wiederholtes Abrufen des Textes

2.5
Lehrer: Ich nenne euch jetzt die Bildnummer und den Sprecher. Ihr sagt dann den dazugehörigen Satz. Wer es schon ohne Text kann, schaut nicht auf den Text und dreht am besten das Blatt um.
Variante: Faltet euren Text der Länge nach und legt das Blatt so, daß ihr nur die Bilder seht. Die Bilder liegen oben, der Text unten.
2.6
Lehrer: Ich spreche euch die Sätze auf Englisch vor, und ihr sagt mir die deutschen Sätze.

Als Vorsichtsmaßnahme, damit die Schüler nicht übersetzen, sondern den Satz als Ganzes mehr oder weniger aus dem Gedächtnis abrufen, dürfen sie zunächst in den Text schauen. Daraufhin sollte die Rückübersetzung noch einmal ohne Texteinsicht durchgeführt werden. Der Lehrer präsentiert die Sätze in beliebiger Reihenfolge.

2.7
Lehrer: Ich sage euch ein Wort aus einem Satz, und ihr sagt daraufhin den ganzen, den vollständigen Satz.
Variante: Der Lehrer kann als Signalwort auch das muttersprachige Äquivalent wählen.
2.8
Lehrer: Ich sage euch einen Satz lautlos, ohne Ton, und ihr versucht den Satz zu raten. Schaut dabei auf meine Lippen. Versucht, den Satz von den Lippen und von meinen Gesten abzulesen.

Dieses "Lippenablesen" macht besonderen Spaß und ist gerade dann effektiv, wenn die Schüler nicht sofort auf den richtigen Satz kommen und erst andere Sätze nennen. Genau diese Wiederholung ist ja der Sinn der Übung, nicht das Lippenablesen als solches.

2.9 Kontrollschritt
Lehrer: Jetzt spreche ich euch gar nichts mehr vor. Ihr könnt jetzt irgendeinen Satz nach eurer Wahl sagen. Dreht dabei aber das Blatt um, also schaut nicht in den Text.

Natürlich können die Schüler auch einen Satz sagen, den ein anderer gerade schon genannt hat. Im übrigen kann der Lehrer hier testen, ob ein Satz immer noch so schwer fällt, daß sich keiner daranwagt. In diesem Fall muß er noch einmal vorsprechen. Diese Kontrolle ist wichtig, weil im folgenden die Schüler selbständig arbeiten und mit ihrem Text zeitweilig vom Lehrer allein gelassen werden.

 
Zielschritte

2.10
Lehrer:Jetzt arbeitet jeder für sich und versucht, sich den Text still einzuprägen. Ihr könnt auch halblaut vor euch hinsprechen.
Variante: Die Schüler können auch ihre Plätze verlassen und durch die Klasse wandern, indem sie den Text leise oder halblaut deklamieren.
2.11
Lehrer: Ihr teilt euch jetzt in Gruppen auf. In dem Stück kommen drei Personen vor. Jeder bekommt eine Rolle. Also bildet Dreiergruppen und übt das Stück mit verteilten Rollen ein. Bleibt dabei nicht auf euren Plätzen sitzen. Versucht das Stück nicht nur zu sprechen, sondern auch zu spielen.

Der Lehrer geht von Gruppe zu Gruppe und assistiert. Von guten Gruppen, die viel eher fertig sind als andere, kann er verlangen, daß sie auch die Rollen wechseln: Jetzt wechselt die Rollen: Du übernimmst die Rolle des Vaters, und du spielst den Bert statt den Gerd.

2.12
Lehrer: Könnt ihr die Arbeit jetzt abschließen? Ist schon eine Gruppe bereit, das Stück vorzuspielen?

 
Gruppenarbeit und Differenzierung

Gruppen werden immer wieder erneut durch Losverfahren zusammengestellt. Sonst bilden sich Cliquen mit fester Rollenzuweisung, mit denselben Trittbrettfahrern. Der Lärmpegel ist jetzt hoch, aber alles hat seine Ordnung. Leistungsschwächeren kann man erlauben, mit dem Text in der Hand vorzuspielen. Sie dürfen zwischendurch auf den Text schauen, sich kurz vergewissern, sollen dann aufschauen vom Text und ihre Zeile sprechen und spielen. Das originalgetreue Reproduzieren der Dialogvorlage gibt ihnen den festen Boden, den sie für das freie Sprechen benötigen.

Das Vorspielen macht noch mehr Spaß, wenn sich die Schüler überlegen, wie sie ihr Stück durch Requisiten ausstaffieren. Benutzt wird, was gerade zu Händen ist, z.B. eine Aktentasche, die man aufstellen kann, dient als Fernseher.

Schluß

Das Vorspielen auswendig gelernter Stückchen und das spielerische Improvisieren kleiner Gespräche sind Vorstufen für den kommunikativen Ernstfall. Hier erproben die Schüler Sprache mit Herz, Hirn und Hand. Sie müssen sich in eine Rolle und in eine Situation hineinversetzen, haben Blickkontakt mit ihren Spielpartnern, setzen stimmliche Mittel ein, ja ihr ganzer Körper spricht mit: Das sind schon Generalproben für den Ernstfall.

Das hier erreichte Lehrziel ist also nur ein Zwischenziel. Das Endziel muß sein, daß die Schüler die im Dialog enthaltenen Wörter und Wendungen frei in eigenen Gesprächsbeiträgen verwenden können. Dazu bedarf es weiterer Arbeitsformen, die nicht Gegenstand dieses Beitrags sind.

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