Wolfgang Butzkamm


Lust zum Lehren,
Lust zum Lernen
Eine neue Methodik für den
Fremdsprachenunterricht

Kurskorrektur für den Fremdsprachenunterricht:
Wolfgang Butzkamms neue Methodik beseitigt einen
Jahrhundert-Irrtum
(Presseinformation des Verlages)


 

Die Muttersprache ist auch die „Mutter“ für all die Sprachen, die ein Mensch im Laufe seines Lebens noch lernt. Diesen
Umstand hat sich der moderne Fremdsprachenunterricht bisher nicht zunutze gemacht – zum Schaden der Schüler.
Wolfgang Butzkamm zeigt in seinem neuen Buch nicht nur, wie wertvoll die Mithilfe der Muttersprache ist, sondern auch,
wie das Fremdsprachenlernen Lehrern und Schülern Freude machen kann.
 

Das Wertvollste, das ein Kind mit in die Schule bringt, ist seine Muttersprache. In ihr und durch sie hat es Erfahrungen
gemacht, Kenntnisse erworben und ein Netz von Begriffen geknüpft, in das jederzeit neue Begriffe hineingeknüpft werden können. Die Schule spinnt das Netz weiter, baut es aus, verdichtet und verfeinert es.

Der Fremdsprachenunterricht macht eine Ausnahme: In der Tat lernt man keine Sprache, indem man eine andere spricht. Die Muttersprache ist aber auch dort der stärkste Bundesgenosse des Kindes, wo es sich fremden Sprachen
zuwendet. Sie ist die Wegbereiterin zu allen weiteren Sprachen – auch wenn sie ihnen manchmal dabei im Weg steht.
In der Schule sieht man jedoch die Muttersprache nur als Störfaktor, als Quelle ebenso lustiger wie lächerlicher Fehler vom Typ: „I become a hamburger, please.“

Wolfgang Butzkamm dreht diese vor hundert Jahren aufgekommene und die Schulrichtlinien von heute beherrschende Sichtweise um. Die zuerst erworbene Sprache kann den Fremdsprachenerwerb belasten, ist aber in einem viel fundamentaleren Sinn keine Hypothek, sondern die größte geistige Kapitalanlage, über die der Fremdsprachenschüler verfügt. Denn der Mensch lernt nur einmal sprechen; seine
Sprachlichkeit bildet sich in und an der Muttersprache aus. Damit stellt er die bisherige Theorie vom Kopf auf die Füße und rehabilitiert zugleich eine zweitausendjährige abendländische Tradition, in der die Mithilfe der Muttersprache selbstverständlich war, wenn auch nicht immer glücklich gehandhabt wurde.

Heute sind aber geprüfte zweisprachige Arbeitsweisen in den Schulen so gut wie unbekannt. Die Lehrer sollen diese mitverwenden, um ihren Unterricht schülergerechter, abwechslungsreicher und insgesamt wirksamer zu gestalten. Es geht nicht darum, bewährte einsprachige Lehrformen gegen zweisprachige auszutauschen, sondern das methodische Repertoire der Lehrer zu bereichern, um je nach Unterrichtssituation flexibler reagieren zu können.

 
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